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25. Oktober 2010

Wie die Yakuza ihr gutes Image verspielten


Lange Zeit konnte sich die japanische Mafia auf ihrem guten Ruf ausruhen. Sie sorgte für Ruhe in Freudenvierteln, versorgte Arbeitswütige mit Wachmachern, unterdrückte Kleinkriminalität, und Kommunisten. Ihre bedingungslose Loyalität erinnerte an längst vergangene, bessere Zeiten und brachte ihnen den Ruf von Gentleman-Gangster ein. Dieses Zerrbild wurde seit den späten 70ern entzaubert.
Inzwischen dürfte es in der westlichen Welt kaum noch jemanden geben, der nicht von der japanischen Mafia, der so genannten Yakuza, gehört hat.

In den vergangenen fünfzig Jahren haben japanische Gangster-Epen in Filmen, Comics und Computerspielen überall auf der Welt neue Fans gefunden. Allen voran natürlich die Werke von Regisseur Kitano Takeshi, dessen Erfolgshits Yakuza-Filmen den Weg aus den Schmuddelabteilungen deutscher Videotheken in die großen Kinos bereiteten.
Ähnlich wie bei anderen Heldenkulten aus dem Land der aufgehenden Sonne, seien es die Ninja, Kampfmönche oder die Samurai, ist das mystifizierte Bild der Yakuza weit abgeschlagen von der Realität. Die Mitglieder der japanischen Syndikate zehren von einem erstaunlich guten ritterlichen Image, obwohl ihre Geschäfte brutal und fern von jeder Robin Hood-Selbstlosigkeit abgehandelt werden. Die Frage ist also: Woher kommt die Verkultung der Yakuza, wieviel Wahrheit steckt hinter dem erstaunlich guten Image japanischer Ganoven und wie empfindet die Bevölkerung des Insellandes ihrer ureigene Unterwelt?

Rolle der Yakuza in der japanischen Gesellschaft

Unter dem Begriff Yakuza fasst man die kriminellen Organisationen Japans zusammen. Ihr Einfluß auf sämtliche Bereiche der japanischen Gesellschaft ist enorm und ihre Einnahmequellen vielfältig. Glücksspiel, Prostitution, Unterhaltungs- und Nachtlebengewerbe, aber auch der Immobilienmarktdie Baubranche und das Aktiengeschäft. Wegen ihrer illegalen Betätigungsfelder und der internen streng hierarchisierten Struktur hat sich hierzulande die erklärende Bezeichnung japanische Mafia durchgesetzt.


 "Wappen der drei größten Yakuza-Syndikate: (von links) Inagawa mit geschätzten 7.000 Mitgliedern;  Sumiyoshi mit etwa 10.000 Mitgliedern und Yamaguchi mit schätzungsweise 45.000 Mitgliedern. Zahlenquelle: Wikipedia" 
(Source: Alexander Krivács Schrøder) 

Yakuza spielten in der japanischen Geschichte immer schon eine wichtige Rolle. Von den Theaterstücken des feudalen Zeitalters, in denen sie die Rolle von Volkshelden einnahmen, über die Schwarzmärkte der Nachkriegszeit, die unter ihrer Obhut standen, bis hin zur Zeit der japanischen Wirtschafts-Blase, als sie durch Einmischung in zivile Rechtsangelegenheiten und Investitionen am explodierenden Immobilienmarkt zu großem Reichtum und Macht kamen.

"Beerdigung eines Bandenchefs der Yamaguchi-Gruppe" (Source and Copyright: http://www.japanfocus.org/-David_McNeill__J_Adelstein/2911 )

Obwohl im Zuge der Wirtschaftskrise 1991 und der Kriegserklärung der Behörden durch das Anti-Yakuza-Gesetz im Folgejahr die strengen Syndikatsstrukturen aufgeweicht wurden, beherrschen drei Gruppen nach wie vor die Unterwelt im Land der aufgehenden Sonne: Die Yamaguchi-Gruppe aus Kansai (Osaka/Kobe), die Sumiyoshi und der Inagawa aus Kantou (Umgebung Tokyo).
Um zu prüfen, woher das romantische Image der Yakuza vor allem auch in der japanischen Bevölkerung kommt, empfiehlt sich ein Blick in die Ursprünge Organisationen.

"Yakuza-Klassiker ´Sonatine`von Regisseur, Schauspieler und Standup-Comedian Kitano Takeshi alias Beato Takeshi"

Ein Anführer des Sumiyoshi-Syndikats hat einmal gesagt: "Es ist fraglich, ob es heute überhaupt noch richtige Yakuza gibt. Früher gab es mehr Ritterlichkeit, aber die Zeiten haben sich geändert." Das ist genau der Knackpunkt. Filme vermitteln das klassische Yakuza-Bild, vom gut angezogenen Gentelman-Gauner, der zwar knallhart seine krummen Geschäfte abwickelt, seinen Bossen und Bandenkollegen gegenüber erzloyal ist und unschuldige Zivilisten vor Kleinkriminellen schützt, in manchen Fällen sogar dort für Gerechtigkeit sorgt, wo die Mühlen des Gesetztes zu träge mahlen. Wenn dieses Image jemals den Tatsachen entsprochen hat, dann wurde es spätestens seit den Bandenkriegen in den 80 Jahren und der ausufernden Schikane von Normalbürgern hinfällig. 

Ursprünge der Yakuza-Syndikate
Die Yakuza berufen sich bei der Diskussion um ihre Ursprünge gerne auf die Machi Yakko. Als 1603 die Familie Tokugawa den anderthalb Jahrhunderte andauernden Bürgerkrieg beendete, litt die Bevölkerung fern der Hauptstadt unter vagabundierenden Diebesbanden, Söldnern und Gesetzlosen. Um ihnen zur Seite zu stehen und natürlich auch um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, schlossen sich herrenlosen Samurai zu Dorfbeschützergruppen zusammen. Diese wurden Machi Yakko genannt und schnell zu Volkshelden, die auch in Liedern und Theaterstücken ihren Auftritt hatten. Die Yakuza behaupten auf diese Helden zurück zu gehen, um ihre Volksnähe zu betonen und ihre Absichten rein zu waschen.

"Tadamasu Uenos Darstellung eines Yakuza in der Ukiyoe-Holzschnittkunst"

Betrachtet man allerdings das Milieu, aus dem der Begriff Yakuza stammt, so findet man eine passendere Antwort auf die Herkunftsfrage. Das schlechteste Blatt beim Kartenspiel Hanafuda ist die Kombination der Karten 8-9-3 (gelesen: ya-ku-za). Es ist also wahrscheinlicher, dass die Yakuza aus den Kreisen professioneller Glücksspieler stammen. Als sogenannte Bakuto arbeiteten sie seit Beginn des siebzehnten Jahrhunderts im Dienste der Regierung. Der Infrastrukturausbau in Japan verschlang damals Unsummen. Zu diesem Zweck lockerte die Regierung das Glücksspielverbot und entsandte professionelle Groupiers, die den angeheuerten Straßenbauarbeitern nachts das sauer verdiente Geld wieder abnahmen. Nach und nach lösten diese ersten Yakuza sich von der staatlichen Basis, bildeten überregionale Netzwerke und übernahmen die Kontrolle über das illegale Glücksspielgeschäft und die Vergnügungsviertel des Insellandes.
Loyalität und Stärke als oberstes Gebot

Die strenge Hierarchie der Syndikate ist ein zentrales Element der Yakuza Ethik. Maßgebliche Entscheidungen innerhalb der Gruppe fällt der Kumichou, der Bandenchef. Ihm sind alle internen Gruppen (Ikka), wie Zweigstellen einem Mutterkonzern untergeordnet. 

Während sich die Kyoudai, Anführer der Zweigfamilien, mit gegenseitigem Respekt auf Augenebene begegnen, ist die innere Struktur von einer bedingungslosen Meister-Schüler-Hörigkeit (oyabun-kobun-System) geprägt. Dieses Verhältnis gilt auch heute noch in unterschiedlichen konservativen Kreisen der japanischen Gesellschaft - Beispielsweise in den Sumo-Schulen.
Ihre Deliquenten beziehen die Syndikate fast ausschließlich aus Außenseiterkreisen, sprich Zuwanderer, Bozozoku-Motorrad-Rockerbanden, Ex-Polizisten oder Jugendlichen, die bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Die Yakuza verstehen sich als soziales Auffangbecken für diejenigen, denen keine Bilderbuchkarriere in der erfolgsorientierten japanischen Gesellschaft vergönnt war. Dabei gaben bei einer Umfrage nur etwa 17 Prozent der befragten Mitglieder an, dass sie beigetreten seien, weil die Yakuza "sogar so einen wie mich aufnimmt". Die Meisten, etwa 65 Prozent fühlten sich eher von dem Image und der Welt der Yakuza angezogen.
Mit dem Eintritt in eine Gruppe (Kumi) wird man Teil einer fest etablierten Parallelgesellschaft aus der die Rückkehr später kaum möglich ist. Ein Aspirant beginnt ganz unten in der Hierarchie, zieht bei seinem Lehrmeister ein und beginnt diesem zu dienen. Dabei ist der Gehorsam und Loyalität dem Älteren gegenüber oberstes Gebot.

"Eine Irezumi (Tätowierung) wird von Hand unter die Haut gestochen. Von den Yakuza bevorzugte Tattoos kosten mehrere Millionen Yen und werden über Monate gestochen" (Source and Copyright: Takahiro Kitamura, Katie M. Kitamura)

Die Ausbildung läuft nach dem Prinzip "Zuschauen und Nachmachen". Hierbei lernt der Schüler den Yakuza- Sprachcode, Floskeln und Verhaltensregeln. Wer sich im Laufe der Ausbildung bewährt, steigt im Rang auf. Beste Möglichkeit hierzu ist ein Gefängnisaufenthalt für einen hochrangigen Yakuza durch ein falsches Schuldeingeständnis. Auf der Führungsebene der Syndikate gab es früher kaum jemanden, der nicht mindestend 10-15 Jahre stellvertretend im Knast abgesessen hatte.
Einen gravierenden Fehler verbüßten Yakuza traditionell, indem sie sich selbst eine Fingerkuppe oder ein ganzes Fingerglied amputierten (Yubitsume) und diese ihrem Vorgesetzten darbrachten. Der Brauch stammt ursprünglich von Kurtisanen, die ihrem Gönner im feudalen Japan eine Fingerkuppe als Treuebeweis schenkten.

Bei den Yakuza bedeutete ein fehlendes Fingerglied die Lockerung des Schwertgriffes - Die Amputation unterstrich also die Ernsthaftigkeit eines Anliegens, die Selbstaufgabe für den Vorgesetzten und galt als Beweis für die Stärke. "Lieber einen Finger verlieren, als den Kopf. Und lieber den Kopf verlieren, als das Gesicht", heißt es in Yakuza-Kreisen. Auch die Ganzkörpertätowierungen (Irezumi), die sich inzwischen auch der westlichen Welt als modisches Gimmick etabliert haben, sind eigentlich ausschließlich als Merkmal der japanischen Mafia gedacht. Zum einen wiederum als Kraftprobe der Deliquenten, zum anderen um die unumstößliche Abkehr von der normalen Gesellschaft zur Schau zu tragen, zieren Ukiyoe-Holzschnittmotive, Blumenmuster und Tierdarstellungen die Körper traditioneller Yakuza.

Bruch mit der Bevölkerung. Das Anti-Yakuza-Gesetz

Lange Zeit konnte die japanische Mafia unverdeckt agieren. Die Yakuza-Mitglieder verteilten ihre Visitenkarten, die sie als Mitglieder eines Syndikates auswiesen und an den Türen ihrer gemieteten Büroräume prangten die Familienwappen der Organisationen.

"Eine abgeschnittene Fingerkuppe (yubitsume) sorgt bei einer Forderung für Nachdruck oder steht für ein Schuldeingeständnis. Zum Abtrennen wird entweder ein sehr scharfes Messer oder ein Meißel genommen"
 
Dies bestätigt auch ein Vorurteil, nähmlich dass die Beziehung zwischen Polizei und Yakuza eher auf Kooperation, denn auf Konfrontation basierte. Ein Pragmatismus, der sich vor allem in den Jahren nach dem Ende des Pazifischen Krieges verfestigte. Während die Neustrukturierung der japanischen Polizei nur schleppend vorankam, verfügten die Yakuza immer noch über ihr überregionales Beziehungsnetzwerk. Sie halfen der Polizei den Schwarzmarkthandel zu kontrollieren und Kleinkriminalität in den Griff zu bekommen. Auch die Bevölkerung honorierte den Beitrag der Yakuza, die endlich für Sicherheit auf den Straßen sorgten.

"AMPO-Gegner stürmen im Juni 1960 das Parlamentsgebäude in Tokyo" (Source and Copyrights: Tessei Matsuzawa)

Bei Übergriffen der japanischen Linken gegen die Polizei stellten die oft ultrakonservativen Yakuza-Syndikate Schlägertrupps zusammen, um die Schutzmänner gegen Demonstranten zu verteidigen. Als sich beispielsweise beim Besuch des US-amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower Bürgerinitiativen und Studentenkampfkommandos formierten, um gegen die Neuauflage des amerikanisch-japanischen Sicherheitsvertrages „AMPO`60“ zu protestieren, wurden Yakuza-Schläger abgestellt, um der Polizei den Rücken zu stärken.
Solange die Yakuza sich auf illegales Glücksspiel, Prostitution, und den Aufputschmittelhandel konzentrierte, überließ die Polizei den Syndikaten die Ordnung der Unterwelt. Mit dem rasanten Anstieg der Mitgliederzahlen in den Kumi stieg jedoch deren Bedarf an weiteren Einnahmequellen. Die Yakuza forderten nicht mehr nur Schutzgeldbeträge von Unternehmern im Vergnügungsgewerbe. Auch Normalbürger wurden durch gestellte Schadensersatzklagen zur Kasse gebeten. Beispielsweise wurden Gegenstände im Gedränge fallengelassen oder Auffahrunfälle im Berufsverkehr provoziert, um unverhältnismäßig hohe Reparaturrechnungen zu präsentieren.

Des Weiteren kauften die Yakuza ganze Wohnblocks weit unter Preis, um auf dem Immobilienmarkt lukrative Geschäfte zu machen. Wollte jemand sich nicht von seinem Haus trennen, lagerten die Yakuza Müll auf dem Nachbargrundstück oder zermürbten die Anwohner durch dauerhafte Lärmbelästigung. Ende der achtziger Jahre nahm die Schikane der Zivilbevölkerung überhand und entlud sich in Bürgerbewegungen und Protestmärschen gegen die Yakuza. Als zudem Bandenkriege die Unterwelt in Aufruhr versetzten und Schießereien immer wieder zivile Opfer forderten, geriet die Polizei auf dem Archipel unter Druck. Zu diesem Zweck wurde 1992 das ANTI-Yakuza-Gesetz (boutaihou) verabschiedet. Dadurch erhielten die Behörden neue Sonderbefugnisse im Umgang mit den Syndikaten, wenn diese erst einmal von einer Kommission als Yakuza designiert wurden. Durch die offizielle Umbenennung der Banden in Bouryokudan (Gewaltgruppen) versuchte man zudem einen Schlußstrich unter die historisch positiv belegte Bezeichnung "Yakuza" zu ziehen.

Andere Zeiten, andere Verbrechen. Wohin geht die Yakuza?

"Die Homepages der Polizei geben Auskunft, wie man sich im Umgang mit Bouryokudan-Mitgliedern verhalten soll"

Zieht man Bilanz nach beinahe 20 Jahren, so kann man dem Anti-Yakuza-Gesetz eine gewisse Wirksamkeit nicht absprechen. Die Anzahl der Erpressungsdelikte und Bürgerschikanen, auf die das Gesetz schwerpunktmäßig ausgerichtet war, hat deutlich abgenommen. Allerdings hat die Yakuza sich im gleichen Atemzug um Alternativeinnahmequellen gekümmert. Seit der Wirtschaftkrise treten die Syndikate immer häufiger als Geldeintreiber und Kredithaie auf.
Wichtiger ist allerdings der psychologische Effekt des Gesetzes. Die Bevölkerung scheint das Vertrauen in die Durchsetzungskraft der Behörden wiedergewonnen zu haben. Daher wehren sich heute immer mehr Bar- und Clubbesitzer, indem sie Schutzgeldforderungen zur Anzeige bringen. Die Yakuza haben erstmalig eine klare Grenze gezogen bekommen. Die Mehrheit empfinden das Gesetz als glatten Vertragsbruch. "Es war ein historisches Geschäft. Die Yakuza hat für die Regierung die Drecksarbeit gemacht. Wir haben die Kommunisten umgebracht und die Straßen sauber gehalten, nicht die Polizei", beschwerte sich ein Gangmitglied im "Merian"- Artikel.
Durch die erschwerten Bedingungen gehen die Yakuza als Ordnungsfaktor der Unterwelt verloren. Seitdem gewinnen nicht weniger brutale Verbrecherkartelle aus China, Taiwan und Korea immer mehr an Einfluß. Außerdem sorgten die demographischen Veränderungen der japanischen Bevölkerungsstruktur für akuten Personalmangel auf den unteren Ebenen der Syndikate.

 "Aus den Reihen der Bousouzoku-Motoradgangs rekrutierten die Yakuza in den 80er Jahren vornehmlich ihre Neumitglieder. Heute kämpfen die Syndikate mit akutem Nachwuchsmangel"

Besonders, weil die Yakuza ihre Rolle als soziales Auffangbecken inzwischen eingebüßt haben. Der gewaltige Teilzeitarbeitsmarkt, der seit der Wirtschaftskrise in den Neunzigern entstanden ist, bietet neue Verdienstmöglichkeiten, auch für alle im Leben gestrauchelten. Angeblich müssen die Boryokudan inzwischen sogar in Jugendzeitungen für eine Karriere in ihren Organisation werben.

Trotz regelmäßiger Revisionen des Anti-Yakuza-Gesetzes ist nicht anzunehmen, dass die Yakuza jemals vollständig „ausgerottet“ werden. Auch wenn  dies regelmäßig von der Polizei in ihren Jahresberichten proklamiert wird. In ihrer über dreihundertjährigen Geschichte haben sie immer wieder gezeigt, dass sie in höchstem Maße anpassungs- und wandlungsfähig sind, vor allem, wenn es darum geht, sich neue Geldquellen zu erschließen. Das romatisierte Image der Gangster bei der Bevölkerung ist jedoch längst hinfällig geworden. Nicht zuletzt, weil ihr immer brutaleres Auftreten (Zivile Opfer bei Schießereien, Mord an Politikern) sie endgültig als asoziale Elemente enttarnte. Jenseites der Realität existiert jenes Idealbild nur noch in der Popkultur, in Romanen, Filmen und Videospielen weiter. Den Bezug zu Ihre realen Pendants stellt (zumindest in Japan) kaum noch jemand her.

"Klassisches Yakuza Image: Raufbolde auf der Straße aufmischen und Händler vor Unruhestiftern schützen. Die Sony Spiele-Serie "Yakuza" gibt es auch inzwischen auch als Film-Adaption von Miike Takashi" (Source: Fotos klicken!)



Weiterführendes zum Thema                                                                                  


Videospiele:

Knallharte Kämpfe in den Straßen der Yakuza-Hochburgen eingebettet in eine packende Gangster-Geschichte. Sorgt in eurem Viertel für Ruhe, erteilt Kleinkriminellen und Gangs eine Lektion, beschützt Ladenbesitzen vor Rivalen anderer Syndikate oder erkundet Sie einfach das Nachtleben der Rotlichtviertel. Bereits vier Episoden der Sony Playstation-Serie "Yakuza" sind erschienen. Eine davon, leider die, die im alten Japan des siebzehnten Jahrhundert spielt, bislang nur in Japan. Entwickler ist die Firma Sega. mehr unter...

Dokus und Infoseiten:

"Source and Copyrights: El Mimmo at flickr"
Tolle Doku-Reihe von Arte über den Boom der Yakuza-Filme in den 60ern, tolle Interviews und interessante Einblicke in die Welt des organisierten Verbrechens. Übrigens nichts für zart besaitete - Die Filmausschnitte sind teilweise extrem hart (also nur anklicken, wenn ihr viel Blut abkönnt). mehr unter...

Zusatz-Infos über die Geschichte der Yakuza-Filme mit zahlreichen Beispielen auf der Homepage von "Arte". mehr unter...

Japanische Dokumentation über eins der mächtigsten Yakuza-Syndikate: Die Yamaguchi-Gruppe. Untertitel sind auf Englisch. mehr unter...

Mit welchen Problemen Yakuza zu kämpfen haben, die der Unterwelt den Rücken kehren wollen, zeigt diese Phoenix-Doku. mehr unter...

Lesetipps:
"The Yakuza Movie Book: A Guide to Japanese Gangster Films" von Mark Schilling (Englisch)
"Japan nach Sonnenuntergang - Unter Gangstern, Illegalen und Tagelöhnern" von Wolfgang Herbert (Deutsch)
Yakuza Moon: Memoirs of a Gangster's Daughter" von Shoko Tendo (Foto links) (Englisch)

An dieser Stelle vielen Dank an Sebastian. Deine Abschlussarbeit war auch beim dritten Mal lesen noch eine Quelle unendlich vieler cooler Details zum Thema "Organisiertes Verbrechen in Japan". Freu mich, wenn du nochmal was für den "denki-kawaraban" schreibst. 


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